5 Gründe wieso Sie Sighisoara besuchen sollten, wenn Sie in Rumänien sind

Der vielleicht interessanteste Ort in Rumänien

Sighisoara ist eine der malerischsten und interessantesten Städte in Rumänien. Der deutsche Name der Stadt, die für den Kreis Mureș in Transilvanien (Siebenbürgen) von hoher geschichtlicher Bedeutung ist, lautet Schäßburg.

Jeder Besuch an diesem Ort wird Ihnen eine kleine Geschichte aus längst vergangenen Zeiten erzählen. Uralte Gassen, die neun Türme und bunt bemalte Gebäude sorgen für eine magische Atmosphäre und machen es schwer, eine andere Stadt in Rumänien zu finden, die eine so mittelalterliche Aura versprüht. Sollten Sie noch nicht davon überzeugt sein, diese einzigartige Stadt besuchen zu wollen, dann haben wir hier 5 Gründe für Sie zusammengesucht, warum Sie dies unbedingt nachholen müssen.

Diese Sehenswürdigkeiten sollten bei Ihrem Urlaub nicht fehlen:

Der Stundturm

Das  Gebäude ist das Symbol und zugleich die beliebteste Sehenswürdigkeit von Sighisoara. Er wurde sogar, zusammen mit dem „Historischen Zentrum“ als Kulturdenkmal zum Unesco-Weltkulturerbe dazu gezählt. Der Stundturm ist der größte der neun Türme; mit einer Höhe von 64 m, bietet er einen spektakulären Blick über die ganze Stadt. Das imposante Gebäude wurde im 14. Jahrhundert gebaut, um die Stadt Sighisoara vor Feinden zu schützen. Drei Jahrhunderte später wurde der Turm mit Barock-Ornamenten verziert und  ähnelt seitdem dem Veitsdom in Prag. Der Turm erhielt auch eine Uhr aus Lindenholz, die fast 1 m hoch ist und die die Götter der Wochentage darstellt.

Das Haus von Vlad Dracul

Sighisoara erzählt etliche Geschichten und Legenden von dem grausamen Fürsten Vlad Tepes, besser bekannt als „Graf Dracula“. In einem zweistöckigen Haus, nur wenige Gehminuten vom Stundturm entfernt, lebte angeblich Vlad Dracul, der Vater des berühmten Fürsten Vlad Tepes. Der Legende nach wurde Vlad Tepes in dem sogenannten Vlad Dracul Casa geboren und wuchs dort in der Obhut seines Vaters auf. Heute befindet sich in dem Gebäude ein gemütliches Restaurant.

 

Die Klosterkirche Biserica Manastirii

In der Nähe des Stundturms befindet sich eines der ältesten Gebäude in Sighisoara,  die Klosterkirche Biserica Manastiri.
Die Klosterkirche gehörte einem Dominikanerorden, wurde im 13. Jahrhundert gebaut und im späten 19. Jahrhundert wieder abgerissen. An ihrer Stelle wurde dort der Gemeinderat errichtet. Das ehemalige Kloster besteht nur noch aus einem Korridor auf der Nordseite. Die aktuelle Form der Kirche stammt aus dem Jahr 1677 und wurde im gotischen Stil gebaut. Die Kirche ist 44,5 m lang und 12,6 m breit.
Sobald Sie einen Schritt hinein wagen, werden Sie von den barocken Verzierungen überrascht sein. Besonders schön anzusehen sind der geschnitzte Altar und die Kirchenbänke sowie die Balkone mit eleganten Malereien. Ein weiterer Blickfang stellen die wertvollen orientalischen Teppiche dar, die noch aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen.

Die überdachte Treppe

Es mag eigenartig klingen, aber diese Treppe ist ein wahres Schmuckstück. Der rumänische Name dieser Sehenswürdigkeit lautet Scara Acoperita oder Scara Scolarilor und bedeutet so viel wie, die „überdachte Treppe“ oder die „Schülertreppe“. Sie wurde im Jahr 1642 gebaut und bestand aus 300 Stufen. Überdacht wurde sie damals, damit die Oberstufenschüler, die die Joseph Haltrich Schule besuchten, im Trockenen die Schulräume erreichen konnten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Treppe umgebaut und es blieben nur noch 175 Stufen übrig. Sie beginnt an der Kreuzung der Straßen „Cojocarilor“ und „Cositorarilor“ und endet in der Nähe des Haltrich Lyzeums.
Einer Legende nach, muss ein Junge, der ein Mädchen liebt, dieses auf jeder Stufe einmal küssen und ihren Namen (ohne Fehler) laut und deutlich aussprechen. Schaffte er dies, stand fest, dass er ihr zukünftiger Mann werden würde.

Schäßburger Bergkirche

Die Schäßburger Bergkirche heißt auf Rumänisch Biserica din Deal und ist, neben dem Stundturm, ein weiteres Wahrzeichen von Sighișoara. Die Bergkirche befindet sich auf dem Schulberg und hat einen Turm von 42 m Höhe, der sich ein wenig gen Süden neigt. Wie der Name schon sagt, befindet sich die Kirche auf einem Berg bzw. Hügel am Rand des mittelalterlichen Stadtzentrums. Dieses Gebäude wurde  im 14. Jahrhundert gebaut und ist die viertgrößte gotische Kirche in Transsilvanien. Es ist außerdem das einzige Gebäude in der Region, in dem sich über 5 Jahrhunderte alte Gräber befinden. Die Bergkirche ist somit eine der wertvollsten Denkmäler in Sighisoara.

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