Arad – Die „freie Königsstadt“ in Crisana

Die erste elektrische Eisenbahn in Osteuropa

Die Stadt Arad hat ca. 160 000 Einwohner und liegt am Ufer des Flusses Mures. Sie befindet sich auf zwei historischen Gebieten, nämlich Crisana und Banat. Anhand historischer Dokumente geht die Geschichte der Stadt zurück bis ins 11. Jahrhundert. Arad entwickelte sich während der türkischen Besatzung zwischen 1551 und 1699 zu einem wichtigen Handelsposten. Nach 1699 wurde die Stadt von der Habsburger Monarchie regiert und 1834 wurde Arad von Kaiser Franz I. von Österreich zur „freien Königsstadt“ erklärt. Am 10. April 1913 wurde die erste elektrische Eisenbahn in Osteuropa eingeweiht. Die Strecke war ungefähr 120 km lang, startete in Arad und endete in ehemaligen Weinanbaugebiet Podgoria.

Heute ist Arad ein wichtiges Industriezentrum und Verkehrsknotenpunkt, sowie Heimat von zwei Universitäten, einem rumänisch-orthodoxen theologischen Seminar, einer Ausbildungsstätte für Lehrer und einem Musikkonservatorium. Die Baustile der Kirchen und Kathedralen in der Stadt erstrecken sich über vier Jahrhunderte, geprägt von mehreren Konfessionen und architektonisch von Barock bis Neoklassik. So, dass hier jeder Gläubige einen Gebetsort hat.

Beeindruckende Gebäude und vielfältige Architektur

Arad, die Kreishauptstadt des Kreises Arad, beherbergt auch einige wichtige orthodoxe Klöster, wie das von Hodos-Bodrog (aus dem Jahr 1177), Bezdin (aus dem Jahr 1334), Gai (erbaut 1760-1762), der Sf. Maria – Radna Franziskanerkloster (erbaut 1727 – 1826), die Fürst Orthodoxe Kirche aus Halmagiu (aus dem 14. Jahrhundert), die römisch-katholische Kirche aus Sanpetru Deutsch (1774 erbaut).

Es ist eine Stadt mit beeindruckenden Gebäuden und vielfältiger Architektur. Viele der wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich entlang der Hauptstraße Bulevardul Revolutiei. Dazu gehören der beeindruckende weiße Rathauspalast (1875), der Kulturpalast (1911-1916), die neugotische Rote Kirche (1906), die große, gewölbte römisch-katholische Kirche (1902-1904) und das neoklassizistische Staatstheater (1874).

Arad Free Tours möchte die Sehenswürdigkeiten, die Geschichte und dem kulturellen Erbe den Touristen aus aller Welt zeigen. Das hochmotivierte junge Team bietet eine breite Palette von kostenlosen und qualitativ hochwertigen Touren durch die Stadt an. Der lokale Tourismus soll und muss gefördert werden, damit Einheimische und Touristen davon profitieren können.

Es gibt auch einige schöne Beispiele für den neoklassizistischen Stil, vor allem entlang der Strada Closca und um Piata Avram Iancu, etwa der Bohus-Palast. Es gibt auch einen umfangreichen Markt im älteren Teil der Stadt, westlich von Piata Avram Iancu, der von den hohen Türmen der barocken Orthodoxen Kathedrale (1865) überschattet wird und in der Nähe des alten Wasserturms (1896), der als Museum restauriert wurde. An der Ecke zur Strada Mihai Eminescu finden Sie die Farmacia Grozavescu „Grozavescu Apotheke“, die ihr ursprüngliches Interieur beibehalten hat.

Die Festung von Arad

Östlich von Piata Avram Iancu, steht das Alte Theater von 1817, wo der nationale Dichter Mihai Eminescu einst gearbeitet hat. Später wurde es das Urania-Kino im Jahre 1903, wird aber jetzt als Theater restauriert. Weiter südlich in der Nähe von Piatra Veche liegt das alte jüdische Viertel und ein paar Synagogen und dahinter befindet sich das serbische Viertel mit der schönen serbisch-orthodoxen Kirche St. Petru & Pavel gebaut in den Jahren 1692-1702 und im Jahre 1790 im Barockstil umgebaut.

Cetatea Aradului „Die Festung von Arad“, die in einen Vauban Stil mit einer sechszackigen Sternform zwischen 1763 und 1783 unter dem Befehl der Habsburger Kaiserin Maria Theresia gebaut wurde, war Teil der Militärgrenze zum osmanischen Reich. Heutzutage finden hier diverse Veranstaltungen statt.

Textquelle: Romanian Tourism

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