Babadag – Die orientalisch geprägte Stadt

Römer und Osmanen besidelten Babadag

Die Stadt Babadag, ist während der römischen Herrschaft als Vicus Novium bekannt und wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt. Babadag befindet sich in der historischen Region Dobrogea und ist eine Kleinstadt mit ca. 9000 Einwohnern in der Nähe des Schwarzen Meeres. Zwischen 1262 und 1264 siedelten sich auf Bitten des byzantinischen Kaisers Michael III. rund 12.000 Türken an. Sie standen unter der Führung des Derwischs Baba Sari Saltik. Zwischen 1677 und 1678 wurde hier die Residenz des Pascha von Silistra eingerichtet, um die Truppenbewegungen der Russen, mit denen die Türkei im Krieg stand, besser zu beobachten.

Der Name der Stadt kommt von Baba (bedeutet Vater auf Türkisch) und Dagh (bedeutet Berg). Der Legende nach lebte vor einigen Jahrhunderten ein Hirte namens Korun Baba. Eines Tages, als er seine Herde führte, traf er einige türkische Mönche, die ihn nach Sari Saltuks Grab fragten. Der Hirte antwortete, er wisse nichts von diesem Grab, aber er habe bemerkt, dass seine Schafe einem steinbedeckten Ort auf dem Berggipfel auswichen. Die Mönche begannen zu graben und fanden bei Sonnenuntergang die Knochen des Heiligen. Auf dieser Stelle errichteten die Mönche ein Mausoleum, das heute noch steht. Als der Hirte starb, begruben ihn die Einheimischen nahe dem muslimischen Heiligen. Die Legende besagt, dass sich die Erde an der Stelle, wo der Hirte ruht, zweigeteilt hat, um das Grabmal zu markieren.

Orientalische Kunst, Moscheen und Festungen

Das Museum für orientalische Kunst im Babadag ist einen Besuch wert. Seine Sammlungen umfassen Holz-, Elfenbein- und Perlmutt-Artefakte, religiöse Gegenstände, Dolche, diverse Teeservice, ein prächtiges Brautkleid mit Goldfäden, türkische Puppen, Siraz-, Sirme- und Anatolieteppichen und Kashmiri-Schals. Die ganze Sammlung ist ziemlich alt, wertvoll und sehenswert.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Ali-Gazi-Pascha-Moschee, eine der ältesten in Rumänien. Sie ist aus dem Jahre 1610, jedoch ist es nicht bekannt, ob dies das Jahr ist, in dem der Bau begann oder abgeschlossen wurde. Sie ist in der Nähe der Kalaigi-Quelle gebaut, wo viele Pilger aus allen Teilen des Balkans zum Baden einkehren. Besucher können auch das zerstörte Grab von Ali-Gazi-Pascha besichtigen, der vor langer Zeit der Schrecken der Region war. Es heißt, er besaß einen Harem von 800 gefangenen Frauen. Nicht zu vergessen ist auch die Festung Enisala, die ebenfalls sehr schön ist.

Bildquellen

  • Ali Gazi Pascha Moschee: oghie_ref | © Alle Rechte vorbehalten
  • Der Eingang der Moschee: oghie_ref | © Alle Rechte vorbehalten
  • Titelbild Babadag: oghie_ref | © Alle Rechte vorbehalten

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