5 Gründe wieso Sie Bukowina in Rumänien besuchen sollten

Die historische Region Bukowina ist ein Ort voller Geschichte, an dem die großen Herrscher Rumäniens wie Stefan Cel Mare [Stephan der Große], Petru Rares, Alexandru Lapusneanu und dutzende andere ihre Spuren hinterlassen haben. In dieser Region Rumäniens befinden sich unglaubliche Klöster, die für die Bevölkerung von überwältigender Bedeutung sind.

Das Kloster Putna

Eines der berühmtesten Gebäude, das von Stefan cel Mare errichtet wurde. Im Kloster Putna befindet sich auch das Grab von Stefan cel Mare und einigen anderen wichtigen Namen. Das Kloster beherbergt auch eine reichhaltige und äußerst wertvolle Museumssammlung von Stickereien aus Stefans Zeit, Miniaturmanuskripten aus Edelmetall, in Stein gehauenen Grabsteinen, Holzskulpturen und silberne Ikonen. Im Kloster befindet sich eine wertvolle Bibliothek. Die Klöster in der Bukowina Region stehen unter dem Schutz der UNESCO. Die Arbore-Kirche (erbaut 1502 auf Wunsch von Luca Arbore), Humor (1530), Moldovița (1532), Pătrăuți (1487, Ştefan cel Mare), Probota (1530, Petru Rareş), „Sf. Ioan cel Nou ”Suceava (1514, Bogdan III der Blinde) und Voronet (1488, Stefan cel Mare). Im Jahr 2010 wurde ein weiteres gemaltes Kloster in das UNESCO-Erbe aufgenommen, das Kloster von Sucevita (1582). Wie Sie sehen könne, sind die Klöster sehr alt und haben eine geschichtsträchtige Vergangenheit.

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Das Putna Kloster

Die Festung von Suceava

Die Festung wurde von Peter I. Musat in rechteckiger Form erbaut und danach von Stefan Cel Mare verstärkt, der die Außenmauern verdoppelte und den Verteidigungsgraben erweiterte, der die Festung umkreist. Die Festung von Suceava ist am 10. Februar 1388 zum ersten Mal in einem Brief genannt worden, der aus der Festung an den polnischen König Wladislaw II. Jagelo geschickt wurde. Obwohl die Festung während Stefans Zeit (1476, 1485, 1497) dreimal belagert wurde, konnte sie nicht erobert werden. Im 19. Jahrhundert wurde sie von den Türken niedergebrannt. Restaurierungsversuche wurden von Vasile Lupu unternommen, aber 1675 wurde die Festung auf Befehl der Türken und später durch ein Erdbeben zerstört. Sie enthält eine archäologische Stätte. Hier können Sie für einige Momente rumänische Geschichte erleben.

 

Das Salzbergwerk Cacica

Das Salzbergwerk von Cacica ist eines der weniger bekannten Touristenziele in der Bukowina. Obwohl nicht so beliebt und etwas abseits von anderen berühmten Sehenswürdigkeiten der Region, wie den Klöstern von Bukowina, gelegen, ist es immer noch einer der interessantesten und faszinierendsten Orte in der Region. Das Salzbergwerk hat eine lange Geschichte und spielt eine sehr wichtige Rolle in der demografischen, religiösen und kulturellen Ausbildung.

Die Mine befand sich bis 1918 unter österreichisch-ungarischer Verwaltung. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie an die neu gebildete souveräne Nation Rumänien übergeben. Die Salzmine ist ein touristisches Ziel und ist eines der ältesten nicht kristallisierten Salzbergwerke in Europa. Die Galerien wurden von Hand ausgegraben und reichen bis in eine Tiefe von 44 m zum Ballsaal, wo Sie sogar Fußball spielen können. Des Weiteren befinden sich dort noch eine katholische und orthodoxe Kapelle sowie ein Museum, einen großen Saal und ein kleiner Salzwassersee. Außerhalb der Mine befindet sich vor dem Eingang der Mine ein Salzwasserpool, der während der Sommermonate für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Salzwasser im Pool wird aus der Mine gewonnen und soll beim Baden heilende Eigenschaften haben.

 

Das Haus von Ciprian Porumebescu

Die Rumänen wussten schon immer, wie man Arbeit mit Musik verbinden kann. Als Empfehlung von uns empfehlen wir Ihnen zum Gedenkhaus und Museum von Ciprian Porumbescu zu gehen.  Im Dorf Stupca befindet sich das schöne Anwesen. Er war einer der berühmtesten rumänischen Komponisten.  Er starb mit 29 an Tuberkulose, jedoch wird er noch bis heute bewundert. Unter seine Kompositionen war auch die damalige rumänische Hymne „Trei Culori“. Es lohnt sich, das Gedenkhaus und das Museum zu besuchen. Es beherbergt eine große Dokumentationsausstellung, die anhand von Originalausstellungen (Klavier, Cello, Dirigentenstab und das von Ciprian  Votivalbum das er an seine geliebte Berta Gorgon schenkte usw.), zeitgenössische Möbel, Fotografien, Drucke, Plakate und weitere tolle Objekte, die eine Bedeutung für den Komponisten Ciprian Porumbescu (1853-1883) hatten. In der Nähe des Museums, im Hof der Dorfkirche, befindet sich die Familiengruft von Porumbescu.

Die Skipisten von Vatra Dornei und Gura Humorului

Nachdem wir unsere Seele mit der Geschichte der historischen Region Bukowina in Rumänien bereichert haben, verdienen wir es, den Zustand der Melancholie zu verlassen und das zu genießen, was die Natur auf den Berggipfeln der Umgebung zu bieten hat, und dafür mehr Erholungsräume zu finden. In Vatra Dornei gibt es vier Skipisten und diese sind für alle Skifahrer geeignet: Dealu Negru (3,2 km, durchschnittliches Niveau), Veveriţa (850 m, durchschnittliches Niveau), Park I (900 m, durchschnittliches Niveau) und Park II (550 m, leicht).

Traditionelles Essen in der Bukowina

An diesen Orten, wie auch an anderen Orten in Rumänien, ist der Tisch reichhaltig mit tollem Essen gedeckt und die Menschen heißen ihre Gäste immer willkommen. Die rumänische Küche ist sehr reichhaltig und wenn Sie schon mal hier sind, sollten Sie Ciorba Radauteana [Hühnersuppe a la Radauti] und Balmosul Bucovinean nicht verpassen. Nicht zu vergessen sind Poale-n-brau. Das Dessert sind köstliche Knödel, gefüllt mit süßem Käse und Rosinen. Ein weiterer Nachtisch ist Cozonac. Das süße Kuchenbrot mit Kokosnuss und vielen Walnüssen, wird speziell im Winter gebacken.

In der Region gibt es genug Möglichkeiten unterzukommen, denn die Menschen sind extrem offen. Es ist egal, ob Sie mit dem Auto, Wohnmobil oder mit dem Backpack durch Rumänien reisen, Sie werden immer eine passende Unterkunft finden. Die Region Bukowina ist der Ort, an dem die Vergangenheit auf die Gegenwart und die Zukunft trifft, und das Ergebnis ist wunderbar. Verpassen Sie nicht die Chance, tolle Momente in Rumänien zu erleben.

Autorin Simona N.

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