Eine Reise durch rumänische Sagen und Legenden

Rumänien – Ein Land voller Sagen und Legenden

Es gibt einige sehr beliebte Touristenattraktionen im Land (z.B. das Schloss Dracula), die bei Touristen heiß begehrt sind. Man findet allerdings auch einige versteckte, aber mindestens genauso sehenswerte Orte in Rumänien, von denen nur sehr wenige Leute gehört haben. Die Schönheit und Besonderheit dieser Orte, die, trotz ihrer vielen Sagen und Legenden in Vergessenheit geraten, haben uns dazu veranlasst, eine Liste der weniger bekannten Sehenswürdigkeiten in Rumänien zu erstellen.

Basaltfelsen Detunata Goala in dem Apuseni-Gebirge

In Apuseni, in der historischen Region Siebenbürgen, können Sie zwei Felsmassen aus vulkanischem Gestein betrachten, die sogenannten Detunatele. Mit einer Höhe von fast 1.300 Metern beeindrucken die, aus sechseckigen Säulen bestehenden, Felsformationen. Die Legende besagt, dass hier einst eine Fee und ein Riese lebten und einander liebten. Nachdem das Liebespaar einen gewaltsamen Tod erlitt, sollen Flammen aus dem Boden geschossen sein, die sich im Anschluss erhärteten und somit die Detunatele bildeten.

Der Bodenlose See – Lacul fara fund 

Im Herzen des Siriu-Gebirges, im Kreis Buzau in 1.400 m Höhe, befindet sich der bodenlose See. Die landschaftlich eher wild wuchernde Gegend um den See ist bei Touristen weniger bekannt. Am Ufer des Sees werden häufig, unter Artenschutz stehende, Gämse gesichtet. Eine andere Legende besagt, dass die Dorfbewohner aus der Umgebung zu jener Zeit ihr gesamtes Vermögen in den See warfen, weil die Angst vor Überfällen der Tataren hatten. Der Weg dahin ist ideal für Wanderer.

Koordinaten: 45°30′31″N 26°8′8″E

Das Denkmal für die Opfer des Kommunismus und des Widerstands

Die Gedenkstätte für die Opfer des Kommunismus und des Widerstands setzt sich aus einem Museum im ehemaligen politischen Gefängnis in Sighet, sowie dem internationalen Zentrum für Studien über den Kommunismus mit Sitz in Bukarest zusammen. Das Gefängnis ist einer der meistbesuchten Orte in Sighet, nicht zuletzt, weil hier 1948 sogar Gruppen von Schülern, Studenten und Bauern aus der Region Maramures eingesperrt  waren. Die Inhaftierten saßen unter menschenverachtenden Bedingungen, ohne Hygienevorschriften, ohne Essen in kalten und düsteren Zellen, wo sie tagtäglich vom Wachpersonal gedemütigt und geschlagen wurden. Die schaurige Atmosphäre dieser längst vergangenen Gräueltaten ist bei einem Gang durch die Museumsräume noch immer spürbar. An den Wänden hängen etliche Dokumente von den ehemaligen Gefangenen, sowie alte Zeitungsartikel und viele weitere Gegenstände, die einen beim Lesen nachdenklich werden lassen.

Adresse: Strada Corneliu Coposu 4, 435500 Sighetu Marmației

Der Cuza Palast in Ruginoasa 

Der Palast ist eine der berühmtesten Residenzen des Herrschers Alexandru Ioan Cuza. Der sogenannte Gotische Palast liegt im Kreis Iasi und ist 60 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt. Um dieses Gebäude ranken sich viele Mythen und Legenden, die diesen Ort zu einem höchst interessanten Wochenendziel werden lassen. Während des Ersten Weltkrieges hatte der Palast die Funktion eines Krankenhauses. Heutzutage gilt der Cuza Palast als einer der bestrestaurierten Paläste in ganz Rumänien. Die Legende besagt, dass hier der Geist von Dimitri spuckt. Er war ein Prinz, der einst im Palast lebte.

Adresse: Strada Unirii, Nr. 34, Ruginoasa

Die Alunis Kirche

In dem Dorf Alunis im Buzau-Gebirge, 150 km von Bukarest entfernt, befinden sich etwa 30 Höhlenhäuser, die circa 700 Jahre alt sind. Eines dieser Gebäude ist die so genannte Felsenkirche Alunis. Diese Kirche wurde von den zwei Schäfern, Vlad und Simion, in den Jahren 1274 und 1275 in den Berg hineingebaut.  Besonders interessant ist dieses Bauwerk, weil es eine der wenigen Kirchen ist, die in die Steinwände hineingemeißelt wurde und in der noch immer Messen und Gottesdienste gehalten werden.

Adresse: DC71,  127195 Alunis

Die Parkanlage aus Barlad 

Hierbei handelt es sich um einen großen Park, der seit 1834 existiert und in dem auf einer Fläche von 15 Hektar viele verschiedene Baum- und Blumenarten wachsen. Eine Legende besagt, dass im Jahr 1834 der Prinz von Moldau (Mihail Sturdza) von seiner Konstantinopelreise zurückkehrte und hier in Barlad ein besonders hübsches Mädchen sah, in das er sich verliebte und, um dieses zu beeindrucken, den Befehl gab, jene Parkanlage errichten zu lassen.

Quelle: Ghiduri-Turistice.info

Bildquellen

  • Detunatele: the paleobear | CC BY 4.0
  • Der Bodenlose See: Garlesteanu Cosmin | © Alle Rechte vorbehalten
  • Der Blick von oben: Carmen Birdea | © Alle Rechte vorbehalten
  • Traumhafte Wanderwege: David Ursache | © Alle Rechte vorbehalten
  • Die Gedenktafel: aditeslo | © Alle Rechte vorbehalten
  • Das Wahrzeichen des Museums in Sighet: aditeslo | © Alle Rechte vorbehalten
  • Die ehmalige Zelle: aditeslo | © Alle Rechte vorbehalten
  • Der Cuza Palast: Oana N. | © Alle Rechte vorbehalten
  • Wunderschöne Architektur: Oana N. | © Alle Rechte vorbehalten
  • Titelbild Legenden und Sagen Rumänien: Familia Stancioiu | © Alle Rechte vorbehalten

Weitere Impressionen Rumäniens

Besuchen Sie uns auf Instagram