Hasmas Bergen – Zelten in der Wildniss

Zelten in Rumänien macht Spaß

Wir hatten ein superschönes Herbstwochenende mit gutem Wetter, das einfach nur perfekt für eine Wanderung in die Berge war. Und um das Beste aus den sonnigen Tagen zu machen, haben wir uns entschieden das Zelt mitzunehmen, um unter freiem Himmel zu nächtigen. Gesagt, getan. Am Samstagmorgen packten wir schnell unsere Rucksäcke und fuhren zu unserem neuen Ziel, dem Cheile Bicazului-Hasmas National Park. Der National Park befindet sich in den Hasmas-Bergen. Von Gheorgheni kommend folgten wir der Straße Richtung Miercurea Ciuc und nach ca. 28 km, in Sandominic, sind wir nach links abgebogen nach Balan. In der Mitte des Dorfes, auf der rechten Seite befindet sich eine Kirche. Dort stehen einige Hinweisschilder zu diversen Wanderwegen.  Einen kleinen Parkplatz befindet sich auch in der Gegend, der aber voll war und deswegen waren wir gezwungen ein bisschen weiter zu fahren, bis wir einen anderen Parkplatz fanden. Nachdem wir das Auto geparkt hatten, sahen wir die Schilder zum ersten Wanderweg durch den Wald zu der Hütte, die wir uns vorher ausgesucht hatten.

Der Wanderweg durch den Wald war bis auf ein paar steile Aufstiege, die unsere Laufgeschwindigkeit verlangsamten, ganz einfach. Das Wetter war, wie es für Mitte September nicht besser sein könnte. Etwa 15 Minuten bevor wir die Hütte erreichten, gab es eine Wasserquelle, die in der Nähe eines imposanten Felsens sprudelt. Nach dem Passieren des letzten Teils der Strecke, dass ein bisschen anstrengender war, kamen wir an der Hütte an. Wir haben eine tolle Stimmung und viele freundliche Leute und viele Zelte gefunden. Es war einfach nur schön da oben anzukommen.

Tolle Unterkunft mitten in der Natur

Die Berghütte ist renoviert und hat eine Kapazität von rund 50 Betten: Zimmer mit 4 Betten (für die Bergretter), 10, 18 und 25 Betten (die letzten sind auf dem Dachboden und werden im Winter nicht vermietet); der Preis beträgt 20 Lei (5 €) / Person. Sie müssen Ihren Schlafsack mitnehmen, da es keine Decken gibt; Mahlzeiten können serviert werden, solange Sie dies im Voraus abklären. Die Campinggebühr beträgt 5 Lei (1,10 €) / Person und Sie können das Zelt auf der Wiese an der Vorderseite des Hauses aufbauen. Es ist schwer, einen guten Platz zu finden, wenn es überfüllt ist.

Wir fanden einen guten vom Wind geschützten Platz, an dem wir unsere Zelte aufschlugen. Nachdem wir die Zelte alle aufgebaut hatten, machten wir uns auf den Weg, die Gegend genauer zu erkunden. Direkt neben der Hütte gibt es einen Felsen, wo man spektakuläre Bilder machen kann, so, dass wir schnell den Felsen erklommen, damit wir die beste Aussicht über der Gegend hatten. In der Zwischenzeit versammelten sich die Leute um das Feuer, kochten und hatten Spaß am Leben. Der Abend war sehr ruhig und klar. Die Sterne und die Milchstraße waren gut sichtbar, sodass wir wunderschöne Bilder machen konnten.

Abenteuer und Klettern in Rumänien

Der nächste Tag begann ein bisschen stressiger für uns, denn die anderen packten schon die Zelte zusammen, ein Zeichen dafür, dass ihr Wochenende vorbei war. Wir hatten und jedoch vorgenommen ein neues Abenteuer im Angriff zu nehmen. Wir wollten uns auf den Piatra Singuratica begeben. Die Strecke zu dem Felsen forderte von uns, dass wir Klettern mussten, eine eine gute körperliche Verfassung ist dabei Voraussetzung. Das war das erste Mal, dass wir mit einer vertikalen Wand konfrontiert wurden. Hierfür haben wir unsere Kletterausrüstung verwenden müssen, da es ohne Ausrüstung keine Chance gibt, den Felsen zu erklimmen. Bis wir oben waren, hatten wir 30 anstrengende Minuten gebraucht.

Als wir die Höhe erreichten, erkannten wir, dass wir mit dem Anblick belohnt wurden. Die ganze Anstrengung hatte sich gelohnt. Ich bewunderte den Anblick, ich sog die kalte Luft ein und wir waren von der Pracht des Berges überwältigt. Kurze Zeit später waren andere Kletterer an der Spitze. Aufgrund des Platzmangels, beschlossen wir, wieder zurück zur Hütte zu gehen.

Bevor wir unsere ganzen Sachen einsammelten, tranken wir noch einen warmen Tee und schauten uns dabei den Felsen an, den wir erklommen hatten. Das Gefühl dabei war großartig.

Unsere Zeit auf dem Berg war schon fast vorbei. Wir haben die Rucksäcke auf den Rücken geschnallt und sind durch die Täler wieder zurückgewandert. In anderthalb Stunden waren wir wieder am Auto. Wir kommen sicher nochmal hierher, um den höchsten Berg der Region, Hasmasul Mare, zu besteigen. Bis dahin halten wir die Erinnerung an dieses Abenteuer und die Schönheit der Berge in unseren Köpfen.

Textquelle: Calator cu dor

Bildquellen

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