Moldova Noua – Die Stadt an der Donau-Schlucht

Das spektakulärste Gebiet der Donau

Moldova Noua ist die erste rumänische Stadt, die an der Donau liegt. Sie befindet sich in der geschichtsträchtigen Region Banat im Südwesten Rumäniens und ist auch die einzige Stadt, die an den Donau-Schluchten liegt. Die Donau-Schluchten werden auf Rumänisch „Clisura Dunarii“ genannt und sind bei weitem das spektakulärste Gebiet der Donau und einer der schönsten Gebiete in ganz Europa!
Zwischen Moldova Noua und Coronini befinden sich die atemberaubenden Donaukessel. Es gibt zwei verschiedene Kessel: Cazanele Mici „Kleinkessel“ mit einer Länge von 3km und Cazanele Mari „Großkessel“ mit einer Länge von 4 km. Hier hat der Fluss seine engste Stelle des gesamten Verlaufs. Nur 230 m breit, jedoch ist es auch das attraktivste Gebiet der Donau-Schlucht.

Die Insel Decebalus

Im Gegensatz zu den Donaukesseln, befindet sich in Moldova Noua die breiteste Stelle. Zwischen den rumänischen und serbischen Ufer sind es 2 km. Hier ist auch die sehenswerte Insel Decebalus. Diese wunderbare Decebalus Insel ist von über 1600 Hektar Feuchtgebieten umgeben, die zu einem Naturschutzgebiet mit großer Artenvielfalt erklärt wurden. Die Fauna und Flora ist auf der Insel einzigartig. Nicht zu vergessen sind die Tiere, die hier auf der Insel leben, darunter eine Herde von mehr als 80 wilden Pferden, die die freie Insel durchstreifen.
Im südöstlichsten Punkt der Decebalus-Insel liegt ein prähistorischer Tumulus von beeindruckender Größe. Unter den Einheimischen gibt es die Legende, dass sich dort das Grab des großen Königs Attila befindet.
Das Feuchtgebiet und die Insel sind ein Naturschutzgebiet, das zum Naturpark der Eisernen Tore gehört. Das Gebiet gehört zu den größten und spektakulärsten Naturparks in Rumänien. Mittlerweile können Touristen im Sommer Charterboot-Touren rund um die Insel und entlang des Flusses erleben.

Die Stadt war es ein wichtiger Grenzkontrollpunkt der verschiedenen Königreiche

Moldova Noua selbst ist eine kleine Stadt mit nur ca. 12500 Einwohner, die nach Jahrzehnten des Rückgangs wieder versucht aufzublühen. Die Reisebranche wurde langsam, aber sicher zum wichtigsten Element der lokalen Wirtschaft. Die Stadt wurden auf den Ruinen der alten dakischen Festung von Mudava und später auf einem römischen Castrum gebaut. Sie wurde als logistische Basis für die in der Gegend begonnene Bergbauaktivität entwickelt und erlebte eine Welle von Wohlstand und Regress.
Während des Mittelalters war es ein wichtiger Grenzkontrollpunkt der verschiedenen Königreiche, die über das Land herrschten und während der osmanischen Besetzung ein wichtiges Handels- und Militärzentrum. Während der Habsburger-Regierung erlebte der Ort eine neue Ära des beschleunigten Wirtschaftswachstums aufgrund der rasanten Entwicklung der Bergbau- und Holzwirtschaft. Des Weiteren erlebte der Ort einen massiven Zustrom von Kolonisten, die aus allen Teilen des Landes hierher kamen.

Moldova Noua war eine Bergbauregion

Durch die Entwicklung des gesamten Standortes wurde die Stadt zu einem riesigen Zentrum für Bergbauprojekte, aber dieses Mal war das Ausmaß der Aktivität das größte in seiner gesamten Geschichte. Auf seinem Höhepunkt hatte das lokale Bergbauunternehmen mehr als 10.000 Arbeiter, die Erzproduktion von Kupfer und anderen Schlüsselmetallen war immens. Zu dieser Zeit gab es einen der größten Steinbrüche nicht nur in Europa, sondern weltweit – den Banatit-Steinbruch – ein atemberaubendes Tagebau-Projekt, bei dem riesige Mengen von speziellem Erz (Banatit) rund um die Uhr abgebaut wurden und mit einigen der größten und schwersten Maschinen der Welt.
Moldova Noua war auch ein wichtiger Seehafen, ein Verkehrsknotenpunkt für Tausende von Tonnen Erz sowie für andere kommerzielle Aktivitäten, einschließlich der Grenzübertritte in die benachbarte ehemalige Republik Jugoslawien und später in Serbien. Nach der rumänischen Revolution, in der die Bergbautätigkeit aufgrund vieler und komplexer Faktoren völlig zum Erliegen kam, trat die Stadt erneut in eine lange Phase des wirtschaftlichen und demographischen Niedergangs ein.


Die erstaunliche Schönheit dieser Umgebung ist jedoch zu einem neuen Schlüsselelement geworden, um die Wirtschaft des einstmals florierenden Moldova Noua durch die Entwicklung der Stadt und der Region als eines der neuen großen rumänischen Reiseziele zu stärken! Die Stadt an sich muss sich noch weiterentwickeln, denn es gibt viele Baustellen, jedoch hoffen wir, dass Moldova Noua, sich schnellstmöglich zum positiven entwickelt.

Textquelle: Fantasticul Banat

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