Die Panoramastraße Transalpina

Eine Reise auf der Panoramastraße Transalpina, Rumänien

Die Panoramastraße DN67C Transalpina verbindet seit 1939 Siebenbürgen mit der Walachei.

Die Straße ist auch als „Straße des Königs“ bekannt und wurde im 20. Jahrhundert von König Carol II von Rumänien saniert und für die Strecke durch die Parang Berge freigegeben. Die Transalpina ist die höchst befahrbare Straße Rumäniens, von der seit 2011 150 Kilometer komplett asphaltiert wurden.
Die Panoramastraße ist weniger bekannt als die Gebirgstraße Transfagarasan, liegt jedoch 100 m höher. Der höchste Punkt ist bei „Pasul Urdule“ und liegt bei 2145 Metern.

Achtung: Zwischen dem 1. Oktober und 30. Juni ist die gesamte Strecke wetterbedingt geschlossen. Selbst in den Sommermonaten ist das Wetter in den Bergen unberechenbar. Auch dann kann es, aufgrund der Höhe, zu unerwarteten Niederschlägen kommen. Für alle Fälle lohnt es sich also, einen Regenschirm und eine dickere Jacke einzupacken.

Die Transalpina Strecke kann von Sebes im Kreis Alba gestartet werden oder aus Novaci im Kreis Gorj. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Route in den frühen Morgenstunden begonnen wird. Die Strecke ist nicht ganz unkompliziert zu fahren und serpentienenreich, sodass der Fahrer die gesamten 152 Kilometer konzentriert und wachsam sein sollte, um Gefahrensituationen zu vermeiden.

Deutsche Arbeit in Rumänien?

Es gibt viele Sagen über die Transalpina. Eine davon besagt, dass die Panoramastraße durch die Anwohner selbst gebaut wurde. Je größer und reicher die Familie war, desto länger war angeblich das gebaute Stück.
Aus anderen Quellen kann man entnehmen, dass die Deutschen während des Ersten Weltkriegs aus militärischen Gründen über die Berge gelangen mussten und deshalb eine befahrbare Straße erbaut haben. Jene Straße soll damals aus dem Gestein der umliegenden Berge gebaut worden sein, damit die deutschen Truppen Rumänien durchqueren konnten.
Die Ersten jedoch, die, im Zuge der Draker-Kriege,  durch die Süd-Karpaten wanderten,  sollen die Römer gewesen sein.
Was auch immer in der Vergangeheit dort geschehen ist… Fakt ist, dass es sich bei dieser Straße um ein Phänomen handelt, das mit aufregenden Serpentienen und fantastischen Ausblicken definitiv eine Reise lohnt und sowohl Auto- als auch Motorradfahrer in ihren Bann zieht.

Ein spannendes Reiseziel

Was heute eine asphalitierte Straße ist war einst ein kleiner Trampelpfad. Dieser Weg wurde früher von den Schäfern aus der Region Marginea Sibiului der Teufelspfad genannt, da die Strecke im Allgemeinen sehr eng und recht gefährlich für Mensch und Tier war. Die Schäfer haben den Pfad genutzt, um die Schafsherden in die Walachei zu bringen. Heutzutage hat man die Möglichkeit diese historische Straße mit dem Auto, Motorrad, Fahrrad oder aber auch zu Fuß zu erforschen.

Das Dach Rumäniens

In der malerischen Kleinstadt Novaci findet man noch uralte, jedoch sehr gut erhaltene, Häuser, die typisch für die Region der nördlichen Walachei sind. Entlang der Transalpina gelangt man immer wieder an ideal gelegene Aussichtspunkte und Plätze, die mit Bänken ausgestattet sind und somit kürzere oder längere Pausen möglich machen. Pensionen und urige Restaurants mit rumänischen Spezialitäten laden Touristen aus aller Welt ein, landestypische Köstlichkeiten zu probieren. Ein absoluter Insider-Tipp sind die Schäferstuben, die immer wieder am Rand der Staße aufzufinden sind und in denen man zum Beispiel den hausgemachten Käse oder Schmand mit Polenta oder frischem Brot probieren kann.

Vor allem Fotografie-Liebhaber kommen auf der Panoramastraße Transalpina auf ihre Kosten: neben einfachen, aber dennoch sympatischen Schaf- und Ziegenherden hat man hier die Möglichkeit auch wilde Tiere wie Luxe, Füchse oder Greifvögel zu Gesicht zu bekommen. Das sensationelle Panorama der schmucken Dörfchen und Kleinstädte begeistert Jung und Alt. Diese einzigartige Aussicht gibt dem „Dach Rumäniens“ seinen Namen.

Weitere empfohlene Orte:

  • der Oasa oder Tau Damm (Staudämme)
  • Obarsa Lotrului
  • die Muieri oder Polovragi Höhle (Höhlen)
  • Poiana Sibiului
  • Frumoasei Tal (Tal)
  • Prigoanei und Sureanu (Wiesen)

Bildquellen

Weitere Impressionen Rumäniens

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