Rasnov – Ein Ausflug ins Mittelalter

Rasnov schützte die Bevölkerung

Die Festung Rasnov (Rosenau) liegt auf einem felsigen Hügel in den Karpaten, 200 m über der Stadt Rasnov, 20 km von Brasov entfernt. Die Festung wurde im Jahre 1331 zum ersten Mal in einem offiziellen Dokument erwähnt. Sie wurde von dem Deutschen Ritterorden als Schutz gegen die eindringenden Tartaren gebaut und wurde später von der ortsansässigen sächsischen Bevölkerung vergrößert.

Rasnov wurde strategisch sehr klug aufgebaut, denn hier befanden sich die Handelswege, die die historischen Regionen Siebenbürgen und Walachei miteinander verbanden. Sie unterscheidet sich von anderen sächsischen Festungen dadurch, dass sie über einen längeren Zeitraum als Zufluchtsort ausgebaut wurde. So hatten hier mindestens 30 Häuser, eine Schule, eine Kapelle und weitere Gebäude Platz.

Das Verteidigungssystem umfasste neun Türme, zwei Bastionen und eine Zugbrücke. Umgeben von 150 m Steilhängen im Norden, Süden und der Westseite, war die Festung von drei Richtungen gut geschützt. Nur einmal, im Jahre 1612, als Eindringlinge die geheime Route, die die Menschen in der Festung mit Wasser versorgten, entdeckten, musste der Deutsche Orden gegen die Eindringlinge kämpfen. Aufgrund dieses Vorkommnisses, dass der Geheimweg entdeckt worden war, musste innerhalb der Festung ein Brunnen gebaut werden.

Die Legende des Brunnenbaus

Nach der örtlichen Legende wurden zwei türkische Gefangene gezwungen einen Brunnen durch festen Felsen im Zentrum der Festung zu graben. Ihnen wurde ihre Freiheit versprochen, sobald der Brunnen fertig gestellt sei. Die Arbeit begann 1623 und dauerte 17 Jahre. Die zwei Gefangenen haben 146 m tief gegraben, bis sie auf Wasser gestoßen sind. Auch heute kann man noch die von ihnen hinterlassenen Zitate aus dem Koran an den Wänden sehen. Man weiß nicht, ob die Erbauer freigelassen worden sind oder nicht. Der Brunnen war im Gebrauch bis 1850, als das Rad brach.

Eine Reise durch das Mittelalter von Rumänien

Die letzte Belagerung der Festung Rasnov fand im Jahre 1690, während der endgültigen osmanischen Invasion von Siebenbürgen, statt. Durch Feuer im Jahre 1718 beschädigt, wurde es im folgenden Jahr wiederaufgebaut. Der nächste große Schaden trat als Folge eines Erdbebens im Jahre 1802 auf. Die Festung wurde zuletzt als Zufluchtsort während der Revolution von 1848 verwendet und wurde danach aufgegeben.

Vor kurzem wurde die alte Festung in ihrem früheren Glanz wiederhergestellt. Heute können Sie die beeindruckenden Überreste besichtigen. Es gibt dort auch ein Museum, versteckt hinter den alten Mauern, in dem man ein Skelett in einem Grab, unter einem Glasboden, finden kann, sowie einige andere interessante Artefakte. Die inneren Räume sind Labyrinth-artig, mit mehreren hölzernen Leitern, die sie verbinden, und ein paar so genannter geheimer Passagen, die Sie für eine ganze Weile auf Trab halten können.

Adresse

505400 Rasnov, Rumänien

Öffnugszeiten und Preise

Öffnugszeiten:
November – März,  Montag – Dienstag  09.00 – 17.00
April – Oktober  Montag – Dienstag  09.00 – 19.00

Preise:
Erwachesene  12 RON (2,7 €)
Schüler, Studenten 6 RON (1,3 €)

Textquelle: Romania Tourism

Bildquellen

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