Satu Mare – Das Tor zu Maramures

Satu Mare bedeutet „das große Dorf“

Nur 20 Minuten von der Grenze zu Ungarn entfernt, befindet sich die Stadt Satu Mare, mit über 100.000 Einwohnern. Die Stadt ist für Reisende aus Mittel- und Westeuropa das Tor zur historischen Region Maramures. Satu bedeutet Dorf und Mare bedeutet groß. Archäologische Ausgrabungen zeigen Siedlungen aus der Stein-, sowie der Bronzezeit. Des Weiteren gibt es auch einen Beweis dafür, dass die Geto-Daker-Gemeinschaften nach der römischen Eroberung in den Jahren 105-106 n. Chr. sich hier in der Gegend angesiedelt haben. Die Stadt wurde 1181 erstmals als Castrum Zotmar erwähnt. Den Namen hat die Stadt von der Festung, die damals dort gebaut worden war, bekommen.

Die alte Zitadelle der Stadt

Im Jahre 1543 nahm die Familie Báthory die Zitadelle in Besitz. Sie lenkte das Wasser des Flusses Somes um, um somit den südlichen Teil der Festung zu verteidigen. So blieb die Festung auf einer Insel, die mit den Hauptstraßen durch drei Brücken über den Somes verbunden war. Im Jahre 1562 wurde die Zitadelle von osmanischen Armeen belagert. Später wurde es von den Habsburgern belagert und in Brand gesetzt. Der österreichische General Lazar Schwendi befahl, die Zitadelle nach den Plänen des italienischen Architekten Ottavio Baldigara wieder aufzubauen. Das fünfeckige italienische Befestigungssystem erforderte, die Anlage so zu strukturieren, dass 5 Türme die Verteidigungsmauern verbanden. Während des Mittelalters wurden Satu Mare und Mintiu von zwei verschiedenen Verwaltungen regiert, aber zwischen 1712 und 1715 wurden die beiden unter einer Verwaltung vereint. Am 2. Januar 1721 gab der Kaiser Karl VI Satu Mare den Status der freien Königsstadt, die als Zentrum für Handel und Handwerk aufblühte.

Die Stadt der Olympiasieger

Satu Mare hat eine lange Tradition im Fechten, die schon 1885 begann. Sie ist die europäische Stadt, die die meisten Welt und Olympiasieger hervorgebracht hat.
Das 18. Jahrhundert markierte den Beginn eines intensiven Urbanisierungsprozesses in Satu Mare. Einige der Hauptattraktionen der Stadt aus dieser Zeit sind das alte Rathaus, die Militärkasernen, die katholischen und reformierten Kirchen. Der erste Park wurde im Jahre 1844 gegründet. Dies war auch die Zeit, in der die ersten Industrieunternehmen gegründet wurden: die Dampfmühle, die Ziegelfabrik, die Neuschloss Holzverarbeitungsfabrik, die Holzfabrik.
Die Altstadt, die sich nördlich des Flusses Somes erstreckt, birgt einige der Hauptattraktionen der Stadt. Leider wurde während der Regierungszeit von Ceausescu ein großer Teil des historischen Bezirks zerstört. Boulevard Traian „Traians Boulvard“ führt direkt zum zentralen Piata Libertatii „Freiheitsplatz“. Rund um den Platz finden Sie mehrere Kirchen, Museen und Hotels.

Sehenswürdigkeiten in Satu Mare

Auf der ‚1 Decembrie 1918‘ -Straße finden Sie die große orthodoxe Kirche, geweiht den Erzengeln Gabriel & Michael. Andere Gebäude auf der gleichen Straßenseite zeigen etwas des alten Glamours von Satu Mare. in der Mitte, mit blick auf auf den östlichen Teil von Piata Libertatii, werden Sie die großen Kuppeln der römisch-katholischen Kathedrale bemerken. Die Kirche wurde um das Jahr 1800 gebaut, aber sie ist während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt worden. Die Form ist eher ungewöhnlich und die Dimensionen sind innen beeindruckend. Nördlich des Zentrums befindet sich der kleine und schöne Piata Pacci „Platz des Friedens“. Mitten auf diesem Platz steht die kleine ungarische reformierte Kirche des 19. Jahrhunderts, die auch als Biserica cu Lanturi „die Kirche mit Ketten“ bekannt ist, eine der ältesten Kirchen der Stadt. Erbaut zwischen 1793 und 1802, hat die Kirche eine wertvolle Sammlung von Tafeln, Scheiben und Gläser aus den Jahren1657-1679, sowie die älteste Glocke in Satu Mare, aus dem Jahre 1633. Die Möbel in der Kirche wurden zwischen 1799-1807, aus Eiche, von einem Handwerksmeister namens Frits Iosif gebaut.

Textquelle: Romanian Tourism

Bildquellen

  • Panorama über Satu Mare: Ovi D. Pop | © Alle Rechte vorbehalten
  • Satu Mare bei Nacht: Ovi D. Pop | © Alle Rechte vorbehalten
  • Titelbild Satu Mare: Edgar Sousa | © Alle Rechte vorbehalten

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