Sinaia – Die Königliche Stadt

Eine Städtereise durch Sinaia

Sinaia ist eine Stadt im Süden Rumäniens in der historischen Region Große Walachei. Sie liegt nur 125 km von der rumänischen Hauptstadt Bukarest entfernt. Die Region um Sinaia ist auch bekannt für die Skifans, denn hier befinden sich super Pisten zum Skifahren.

Das Kloster des heiligen Nikolaus wurde erstmals im Jahre 1690 urkundlich erwähnt, als hier sich die ersten Siedler niedergelassen haben. Ursprünglich hatte Sinaia den Namen Izvorul. Seit 1874 hat sie den Namen Sinaia. Erst im Jahr 1880, wurde Sinaia zur Stadt erhoben. Davor war es nur ein Dorf, weil die Bevölkerungsdichte noch zu niedrig war. Im gleichen Jahr wurde Siana die Sommerresidenz von König Carol I.

Es gibt viele tolle Sehenswürdigkeiten, die Sie nicht verpassen sollten, wenn Sie in Sinaia sind oder planen dorthin zu reisen. Sie haben eine breite Palette von Bauten die zu dem damaligen Zeitpunkt gebaut worden sind. Nicht zu vergessen ist die wunderschöne Natur reichhaltig am Flora und Fauna.

Schloss Peles und Schloss Pelisor

Der Bau des Schloss Peles begann vor etwa 150 Jahren nach dem Wunsch des Königs Carol I. Er wollte unbedingt hier ein Schloss bauen, weil er sich in die Landschaft verliebt hatte. Nach der Fertigstellung war das Schloss eine der modernsten königlichen Residenzen in Europa mit Licht, Innenaufzug, 170 Zimmern und 30 Bädern. Im Jahr 1953 wurde die Burg von den kommunistischen Behörden eingezogen und in ein Museum verwandelt. Heute ist Schloss Peles eine der beliebtesten Touristenattraktionen in Sinaia und ein Muss für jeden, der das Prahova-Tal besucht. Sie haben die Möglichkeit viele Räume der Prachtbauten zu besuchen und eine Sammlung seltener Bücher zu bewundern sowie über 4.000 Waffen und Rüstungen und viele andere alte Schätze.

Obwohl es kleiner als das Schloss Peles ist, sollte das Schloss Pelisor nicht in Vergessenheit geraten. Das Schloss befindet sich im Park vom Schloss Peles und verfügt über 99 Zimmer. Pelisor wurde ebenfalls eine Sommerresidenz der königlichen Familie. Für die Inneneinrichtung des Schlosses war die Königin Maria zuständig. Im Schloss können Sie viele persönliche Gegenstände und eine bedeutende Sammlung mit Kunstobjekten der Königsfamilie bewundern.

Das Museum der Züge, Nicolae Iorga und der Park

Das Museum der Züge liegt in der Nähe des Stadtbahnhofs und ist einer der interessantesten Sehenswürdigkeiten in Sinaia. Hier können Sie eine Sammlung von Miniatur-Zügen, Lokomotiven, alte Uhren, alte Telefone und andere Objekte der rumänische Bahngesellschaft CFR sehen. Der wichtigste Teil des Museums ist eine Mercedes-Limousine, die auf Schienen fährt.

Eine der faszinierendsten Sehenswürdigkeiten in Sinaia ist das Haus des Historikers, Schriftstellers und Politikers Nicolae Iorga. Das Gebäude wurde im Jahr 1918 im rumänischen Stil nach den Plänen des Architekten Bortonovski gebaut. Hier lebte der große Historiker bis zum Jahr 1940, bis er von Legionären im Wald bei Strejnic erschossen wurde.

Der Park stammt aus dem Jahr 1881 und wurde von den Schweizer Landschaftsarchitekten Eder errichtet. Der Hauptanziehungspunkt des Parks „Dimitrie Ghica“ ist eine Bank aus dem Jahr 1905, erbaut von Charles I. Der Weiteren können Sie hier das Naturschutzgebiet, das Museum Bucegi und das schöne Gebäude des ehemaligen Casinos besuchen.

Das Stirbey Schloss von der Prinzessin Alina Stirbey ist ein Teil der Geschichte von Sinaia. Der Stirbey Adelspalast, wurde zwischen 1874 -1875 in eine der schönsten Gegenden in Sinaia gebaut. Heutzutage ist das Gebäude das Museum der Stadt und das älteste Gebäude mit architektonischem Wert der Stadt.

Die zwei Königsbahnhöfe der Stadt

Sinaia ist die einzige Stadt in Rumänien, die über zwei Königsbahnhöfe verfügt. Der älteste wurde 1886 von der Generaldirektion der rumänischen Eisenbahn für König Carol I erbaut. In diesem Bahnhof hält heutzutage immer noch der berühmteste Zug in Europa, der Orient Express. Auf dem Bahnsteig ist eine Gedenktafel zur Erinnerung an den rumänischen Premierminister Ion Gheorghe Duca, der von Legionären 1933 ermordet wurde, angebracht. Der zweite Bahnhof wurde zwischen 1938 und 1940 im Auftrag von König Carol II. Gebaut, nach den Plänen des berühmten Architekten Duiliu Marcu. Er hat weitere schöne Bauten in Rumänien geplant, wie z.B. das Hotel Athene Palace, die rumänische Akademie-Bibliothek, die Oper Timisoara und den CFR-Palast in Bukarest. Der zweite Bahnhof ist komplett aus Stein, mit den königlichen Insignien von Carol II. tragen. Die Initialen „CC“ sieht man auch heute noch auf dem Türgriff. Er wurde exklusiv für die Königsfamilie und ihre Gäste gebaut. Der Zug der Königsfamilie wurde hier geparkt, gewartet und gepflegt und Sie konnten innerhalb von 2 Stunden von ihrer Sommerresidenz aus Sinaia wieder entspannt in die Hauptstadt Bukarest reisen.

Also, überlegen Sie nicht lange und besuchen Sie die schöne Stadt Sinaia, denn es wird sich für Sie lohnen. Wunderschöne Architektur, tolle Landschaft und interessante Sehenswürdigkeiten werden Ihren Aufenthalt in Transsilvanien zu einem Erlebnis machen.

Text: Ioana Alice

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