Tara Luanei – Wandern in Rumänien

Die Höhlensiedlung aus dem Buzau-Gebirge

Tara Luanei bewahrt die Überreste der beeindruckendsten Höhle im Buzau-Gebirge. Sie läuft entlang der Orte Braesti, Colti und Bozioru. Dieser Fleck ist mit Geschichten und Legenden übersät, die die Gegend interessant und mystisch machen. Es stammt aus der neolithischen Siedlungszeit, in einer einzigartigen natürlichen Umgebung. Genau das ist für Einheimische und Touristen eine Attraktion in Rumänien und zum Wandern in Rumänien perfekt geeignet.

Auch wenn die Strecke spärlich ausgewiesen ist, ist der Weg „Drumul Luanei“ zum empfehlen. Sie werden von der Schönheit der Natur, der Geschichte, den Mythen und Naturdenkmälern überwältigt sein.

Diese Höhlensiedlungen sind gut versteckt. So gut das man annehmen könnte, sie verbergen sich vor den Touristen, die wenig Mut haben, etwas Neues zu entdecken. Die Strecken sind touristisch noch nicht einwandfrei erschlossen. Aber die Überwindung kleinerer Berge und die Fahrt auf schwierigem Terrain, wird schnell durch die Landschaft belohnt. Also auf ins Abenteuer.

Wie kommen Sie am besten auf dem Wanderweg „Drumul Luanei“?

Wenn Sie von Buzau nach Brasov auf der DN10 fahren, müssen Sie in der Stadt Magura, ca. 30 km von Buzau entfernt, nach rechts abbiegen Richtung Bozioru. Die Straße nach Bozioru (20 km) ist geteert, jedoch in einem schlechten Zustand. Im Dorfzentrum angekommen, werden Sie ein schwarzes Brett finden, das Sie nach links zu den Höhlensiedlungen leiten wird. Von hier aus müssen Sie weitere 10 km über eine Schotterstraße bis zum Dorf Nucu fahren. Sie müssen das Dorf nun durchqueren, bis Sie das Ende der Straße erreichen, wo Sie die verschiedene Wanderwegtafeln sehen werden. Ab jetzt geht das Abenteuer los, da Sie nun 15 Minuten zu Fuß gehen müssen. Ab Poiana Cozanei beginnt die eigentliche Aufstiegsroute .

Unsere Route

Nucu – Poiana Cozan – Chile lui Dionisie – Bisericuta lui Iosif (Die Kirche von Iosif) – Agatonul Vechi – Agatonul Nou – Lacul Mistretilor (Eber See) – Schitul Fundatura – Nucu (siehe alle Routen)

Wanderdauer: ca. 4 Stunden
Entfernung: 7 km
Schwierigkeit: mittel

Chilia lui Dionisie – Die Höhle in 4 Meter Höhe

Wir begannen unseren Wanderweg auf der Strecke Nr. 3 (gelb) bis zum Schnittpunkt mit der Strecke Nr. 4 (blau). In Poiana Cozanei sind wir nach links abgebogen, wo wir den großen Felsen vermieden haben. Manche Personen sagen, dass das der wahre Weg sei, jedoch rate ich davon ab, da der Aufstieg nicht allzu leicht ist und nicht wirklich für jedermann sicher. Der (Umgehungs-)Wanderweg ist somit eine gute Option, um ans Ziel zu kommen. Nach fünf Minuten erreicht man Chilia lui Dionisie. Den Eingang zur Höhle, erreicht man über eine Holzleiter, nachdem man einige kleinere Felsen besteigen musste. Im Vierzehnten Jahrhundert, lebte hier ein Eremit über 30 Jahre und die Höhle existiert seit dem dritten Jahrhundert.

GPS-Koordinaten: 45°25’24.8″N 26°26’13.9″E

Bisericuta lui Iosif (Die Kirche von Iosif) – Die Kirche in den Fels

Wir sind auf einem Pfad ohne Markierungen weiter gegangen. Am Anfang dachten wir, dass wir nicht auf dem richtigen Weg sind, aber mit ein bisschen Mühe und Orientierung, war unser Trampelpfad der richtige. Wir stiegen 10 Minuten, bis wir die kleine Kirche von Iosif, die repräsentativste Höhle erreichten. Sie stammt aus den dritten Jahrhundert und die Siedlung ist in den Fels gegraben. Über der Tür ist ein Fisch eingraviert. Dies waren Paläochristliche Symbole, einer klosterähnlichen Mönchsgemeinschaft gegründet von Ioan Bogoslov.

GPS-Koordinaten: 45° 25.608″N 26° 26.397″E

Agatonul Vechi – Die Ruine auf dem Wanderweg

Wir bewegen uns auf dem Weg ohne richtige Wandermarkierungen. Gelegentlich erscheint ein rotes Band, aber wir waren nicht zur 100% sicher, dass die Markierung uns den richtigen Wanderpfad zeigt. Zum Glück trafen wir einige Leute und einen lokaler Führer, der uns den Weg zeigte. Er sagte, dass die Markierungen nicht für uns gedacht sind und gab ein paar Tipps, wie wir am besten zum Agatonul Vechi laufen können. Bei Agatonul Vechi angekommen, waren wir ein wenig erschöpft, da der Weg ein bisschen steiler und anstrengender ist. Die Kirche wurde im frühen dreizehnten Jahrhundert gegraben, aber verschwand im Laufe der Zeit und mittlerweile ist es eine Ruine.

Agatonul Nou – Der Sitz der Mönch Agaton

Die kleine Kirche war der Sitz der Mönch Agaton im sechzehnten Jahrhundert. Heutzutage befindet sich noch der Altar, ein Teil des Daches, des Bodens, die Südwand und ein Nebenraum. Unter der Kirche befindet sich ein Keller, der von einem Felsen verborgen ist. Hier war Platz für eine Person, um sich hier verstecken zu können.

Schitul Fundatura – Ein Relikt aus alter Zeit

Und so haben wir eine neue Relikt erreicht. Dieses Kloster wurde aus einem herunter gefallenen Felsen ausgehöhlt. Es gibt einen Raum mit drei Fenstern, zwei Plätze für die Chöre, und einen archaischen Altar ohne Trennwand. Hier lebten Eremiten, Nonnen und Mönchen im achtzehnten Jahrhundert.

Der Wanderweg „Tara Luanei“ ist nicht einfach aber toll

Nachdem wir alle Punkte abgegangen sind, machten wir uns auf den Rückweg. Wir gingen durch den Wald, bis wir die große Wiese erreichten. Hier konnten wir eine Schotterstraße sehen, die wir auch für den Rückweg nehmen wollten. Zum Glück trafen wir nicht diese Entscheidung und fragten den Schäfer auf der Wiese. Er empfahl uns rechts zu gehen und die zu Wiese überqueren. Einfacher gesagt als getan. Hier hatten wir tatsächlich verloren. Es gab keinen Weg, kein Markierung, nichts. Nach ein paar Hindernissen, wie Sümpfen und schwierigen Pisten fühlten und sahen wir, dass das Dorf immer näher kommt. Ich weiß nicht, wie wir denn Wanderweg geschafft haben, aber wir sind am Zielpunkt angekommen.

Bei all unseren Erfahrungen, bleibt der Wanderweg Tara Luanei ein charmantes Tor zu einer neuen Welt, wo Mythos und Realität verschmelzen und die Natur einfach nur wunderschön ist. Auch wenn die Markierung noch nicht zur 100% stimmen, ist es eine Reise durch die unberührte Natur wert. Die Einheimischen werden Ihnen mit Sicherheit helfen.

Textquelle: Calator cu dor

Bildquellen

Comments

1 Kommentar
  1. Erstellt von:
    7 Urlaubsorte im Sommer in Rumänien | Urlaub in Rumänien | ziel-rumaenien.de
    Jul 9, 2017 Reply

    […] Tara Luanei – Wandern in Rumänien […]

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